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PIETROWICE WIELKIE

Ein Dorf, das ein Sitz des Gemeindehauses ist, wurde zum ersten Mal 1373 erwähnt. In Pietrzkowice Wielkie wurde R.D. Pawel Schebesta (1887-1967) geboren- ein weltberühmter Ethnologe und ein großer Kenner der Pygmäen.
Im Dorf steht die Kirche St. Vitus, Modestus und Crescentia, die im 16. Jh. gebaut und 1822 und 1935 erweitert wurde. Von der ursprünglich gotischen Kirche sind vier Säulen erhalten geblieben. Der Turm wurde 1822 fertig gestellt. In der Kirche gibt es viele Gemälde aus der zweiten Hälfte des 18. Jh. (u. a. St. Nikolaus – Gemälde von Antonín Blasch aus dem Jahre 1827), Barockstatuen und eine gusseiserne Grabplatte aus dem Jahre 1843.
Die Kirche war mit einer Verteidigungsmauer umgeben, von der nur der Teil mit den Schießplätzen erhalten blieb. Außerhalb des Dorfes, an der Straße nach Gródczanki, steht die Kreuzkirche. Diese Schrotholzkirche wurde um 1667 errichtet und 1743 renoviert. Die Kirche hat eine reiche Barockverzierung aus der Hälfte des 18. Jh.; u. a. die Schabtechnik, auch Mezzotinto genannt (ein Tiefdruckverfahren, bei der die geglättete Kupferplatte mit einem gezähnten Wiegemesser oder mit dem Kornroller durch Eindrücken kleiner Vertiefungen vollständig aufgeraut wird um eine weiche Lichtmodulation zu erreichen), mit Adoration des wundertätigen Bildes der Muttergottes von Rudy (mit dem Blick auf die Kirche und das Kloster), um das Jahr 1752 von Jan Eliáš Ridinger aus Wien angefertigt. Neben der Kirche befindet sich die 1899 entstandene neugotische Kapelle mit einer Wunderquelle. Zwischen 2000 und 2005 entstand um die Kirche
herum, auf dem Grundstück mit einer Fläche von 2,5 ha, ein Park mit Arboretum und mit Wasserauge.
Das Dorf hat eine eiförmige um den Platz konzentrierte Bebauung. Es blieb hier eine beträchtliche Menge von Bauernhöfen fränkischen Typs aus Ende 19/Anfang 20. Jh. erhalten, weiter die Flachsrösteanstalt aus Ende des 19. Jh. und auch die im 18. Jh. angefertigte Statue des heiligen Johann Nepomuk.